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„Die Hauptschule hat riesige Stärken“
Christof Probst ist ab Januar Konrektor an der Bilharzschule
„Die Hauptschule hat riesige Stärken“
Von Christoph Wartenberg (Schwäbische Zeitung vom 31.12.2011)
SIGMARINGEN Nach den Ferien beginnt Christof Probst als neuer Konrektor an der Grund- und Werkrealschule Bilharzschule. Probst war vorher Konrektor an der Ostrachtalschule und hat sich für den Posten in Sigmaringen beworben, da die Ostrachtalschule in eine Verbundschule umgewandelt wurde.
„Ich habe die Ostrachtalschule zwei Jahre lang alleine kommissarisch geleitet“, erzählt Probst. In dieser Zeit habe viel Verantwortung auf ihm gelastet, da er alles allein entscheiden musste. „Nun freue ich mich, wieder im Team zu arbeiten“, sagt Probst. Auch Rektor Ludwig Kotthoff freut sich, nach einem Jahr wieder einen Stellvertreter zu haben, der ihn entlasten und sich auch etwas mehr um die Grundschule kümmern kann.
Probst ist in Weingarten geboren und, weil sein Vater Berufssoldat war, in Deutschland ziemlich herumgekommen. Am Ende war er wieder in der Region und hat in Sigmaringen sein Abitur gemacht. Er hat an der Pädagogischen Hochschule Weingarten die ungewöhnliche Kombination Technik, Chemie und Theologie studiert. Seit 2002 wohnt er mit Frau und Kindern bei Pfullendorf.
Probst ist ein Verfechter der Hauptschule. „Der schlechte Ruf der Hauptschule ist ein Statistikproblem. Der größte Teil der Hauptschüler macht nach dem Abschluss weiter und taucht, nachdem er den mittleren Bildungsabschluss erworben hat, in der Statistik als Realschüler auf“, erklärt Probst. Manche Schüler bräuchten halt etwas länger und könnten an der Hauptschule besser gefördert werden, da es dort mehr Unterrichtsstunden gibt. „Die Realschule kann das gar nicht leisten. Die Schüler brauchen auch Erfolgserlebnisse, die motivieren sie mehr als alle guten Worte“, sagt Probst und betont, dass die Eltern sehr zufrieden mit der Hauptschule seien.
Nach dem Grundsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bedeutet ein Hauptschulabschluss ja nicht das Ende der schulischen Karriere. Es seien etwa zehn Prozent der Schüler, die danach nicht weitermachen können. „Wenn die Leute ihre Kinder nicht mehr auf die Hauptschule schicken wollen, dann liegt das an dem perversen Außendruck, der ausgeübt wird“, sagt er: Wer nach der Grundschule die Hauptschule besuche, werde meist pauschal abqualifiziert, obwohl das jeder Grundlage entbehre.
Erfolgreiche Betriebe
Probst hat selbst in der fünften Klasse zunächst die Hauptschule besucht und ist dann aufgrund seiner guten Leistungen auf die Realschule gewechselt, er weiß also aus persönlicher Erfahrung, wovon er spricht. Er kenne viele Handwerker, die mit einem Hauptschulabschluss später erfolgreich Betriebe gegründet haben und heute mehrere Angestellte beschäftigen.
„Bei der Hauptschule werden sinnlos Ängste geschürt, dabei hat die auch riesige Stärken“, sagt Probst. „Man muss nur motivierte Kollegen haben, die den Schülern Angebote machen und sie mitnehmen.“
(Erschienen: 30.12.2011 20:05)
Werkrealschule kommt an die Bilharzschule
Die Stadt Sigmaringen hat im vergangenen Jahr beim Land Baden-Württemberg einen Antrag auf die Genehmigung zur Einführung der Werkrealschule neuen Typs an der Bilharzschule gestellt. Das Land hat den Antrag nun genehmigt. Somit startet die neue Werkrealschule zum kommenden Schuljahr 2010/2011.
Sigmaringen – Die Hauptschule in Laiz wird zur Außenstelle der Werkrealschule Bilharzschule. Da die Laizer Schule wegen zu geringer Schülerzahlen nicht selbst zur Werkrealschule neuen Typs werden kann, haben der Träger, der Hauptschulzweckverband Laiz, und die Stadt Sigmaringen eine Kooperation vereinbart.
Der Verband hat hierzu seine Auflösung beschlossen. Die Stadt Sigmaringen wird die Schulträgerschaft übernehmen und in Laiz die Werkrealschule als Außenstelle der Bilharzschule führen. So kann die neue Werkrealschule an den Standorten Sigmaringen und Laiz angeboten werden. Der Rektor der Bilharzschule, Ludwig Kotthoff, wird auch die Leitung der neuen Werkrealschule mit der Außenstelle in Laiz übernehmen. Sitz der Schulleitung ist an der Bilharzschule in Sigmaringen.
„Der neue Schultyp der Werkrealschule ist Wahlschule, also auch offen für auswärtige Schüler, und ermöglicht den jungen Menschen in unserer Stadt optimale Bildungschancen“, so Bürgermeister Daniel Rapp. „Sigmaringen ist eine Schulstadt. Wir wollen ein vollständiges, qualitatives Bildungsangebot für unsere Schüler.“ Die Bilharzschule sei für die Werkrealschule sehr gut geeignet, weil sie bereits auch als Ganztagesschule geführt werde. Und: Ohne die Mitwirkung der Schulen, wäre ein solches Ergebnis nicht möglich gewesen.
Auch Inzigkofens Bürgermeister Bernd Gombold, der Vorsitzender des Hauptschulzweckverbandes ist, äußert sich zufrieden: „Ich bin froh, dass der Antrag bewilligt wurde und die Schule, aber insbesondere auch Schüler und Eltern nun Klarheit haben, wie es weiter geht. Die Kooperation und der Zusammenschluss sind in Anbetracht der gesetzlichen Rahmenbedingungen die beste Lösung. Wenn die Verbandsversammlung diesen Schritt nicht gegangen wären und versucht hätte, die Schule Laiz als einzügige Hauptschule zu erhalten, wäre sie höchstwahrscheinlich sehr schnell aufgrund von Schülermangel ausgeblutet“, ist Gombold überzeugt.“ Das Land Baden-Württemberg sieht neben Hauptschule, Realschule und Gymnasium den neuen Schultyp der Werkrealschule vor. Eine Empfehlung der Grundschule wird es künftig für die Haupt- und Werkrealschule geben. Es besteht die Möglichkeit an der Werkrealschule den Hauptschulabschluss und die mittlere Reife zu erwerben. Beides ist in Sigmaringen nun möglich. In sechs Schuljahren sollen bei der Werkrealschule die Schüler nach der zehnten Klasse mit der mittleren Reife abschließen.
Nach der neunten Klasse kann die Schule aber auch mit erfolgreich abgelegter Hauptschulprüfung verlassen werden. Die individuelle Förderung soll an der Werkrealschule neuen Typs verstärkt zum Einsatz kommen, wie auch eine intensivere Berufswegplanung. Durch die Einführung von Wahlpflichtfächern in den Klassen acht und neun, sowie durch eine enge Kooperation mit den Berufsfachschulen in Klasse zehn, sollen die frühzeitige Berufsorientierung unterstützt werden.
Bilharzschule Sigmaringen
50 Jahre BilharzschuleVon der Volksschule zur Grund. und Hauptschule mit Werkrealschule und Ganztagsschulbetrieb
Die Bilharzschule in Sigmaringen wird 50 Jahre alt. Am Freitag, 18.7.2008 findet in der Aula für geladene Gäste ein Festakt statt. Einen Tag später, am Samstag 19.7.2008, feiert die Schule ab 10.00 Uhr ein Jubiläumsfest. Alle, die sich mit der Bilharzschule in irgendeiner Form verbunden fühlen, sind hierzu herzlich eingeladen. Das Jubiläumsmotto "Spuren" wird, neben zahlreichen Darbietungen und bester Verpflegung, vielfältige Blicke nach vorn und zurück ermöglichen.
50 Jahre Bilharzschule stehen auch für 50 Jahre stetigen Wandel. Das macht die Geschichte der Schule deutlich:
Am 1.7.1953 fand in der Sigmaringer Stadthalle eine Bürgerversammlung statt, in der zum Bau einer neuen Volksschule aufgerufen wurde. Die schulischen und hygienischen Verhältnisse an der damaligen Volksschule (heutige Alte Schule), mit Platz für 580 Kinder, waren laut eines Gutachtens des Gesundheitsamtes mangelhaft. Nach eingehender Prüfung beschloss der Gemeinderat, auf dem "Katzenbuckel" hinter der Buchhalde zu bauen. Dazu wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.
Im Juni 1955 wurde mit dem Bau begonnen, am 14.5.1958 fand die feierliche Eröffnung der neuen Volksschule statt. Zwei Schulformen waren in ihr beheimatet: zum einen die Christliche Gemeinschaftsschule (CGS), und zum anderen die Katholische Bekenntnisschule (KBS). Zum Schuljahr 1966 erfolgte die Einführung des 9.Schuljahrs an der Hauptschule und im August 1967 wurde die Bilharzschule zur Grund- und Hauptschule ernannt. Bis zum 25-jährigen Jubiläum galten erstmals neue Bildungspläne. Einführungskurse für Computereinsatz im Technikunterricht bereicherte das Angebot. In den nächsten Jahren folgte die Einrichtung einer "Internationalen Vorbereitungsklasse" und "Förderklasse für Aussiedlerkinder". Im August 1984 eröffnete die Bilharzschule den direkten Weg zum Mittleren Bildungsabschluss (Werkrealschule), da das zehnte Schuljahr an der Hauptschule eingeführt wurde. Nach dem 40-jährigen Schuljubiläum 1998 galt als wichtiger Meilenstein die Entstehung der Ganztagsschule. Diese wurde 2006 unter dem damaligen Bürgermeister Wolfgang Gerstner Realität. 2007 wurde die erweiterte Ganztagsschule eingeführt. Heute ist die Bilharzschule, wie in ihrer Gründerzeit, ein bauliches und schulkonzeptionelles Vorzeigemodell, um das die Stadt von anderen Gemeinden und Grund- und Hauptschulen beneidet wird. In Zeiten rückläufiger Schülerzahlen ist der Fortbestand dieser Schule nie in Frage gestellt worden. Nicht zuletzt auch, weil viele Schülerinnen und Schüler aus der näheren Umgebung bei Schulschließungen (wegen Schülermangels) die Bilharz-Ganztagschule besuchen (zuletzt die Aufnahme der Hauptschüler aus Sigmaringendorf). Ihre Lage, im Grünen und trotzdem zentral mit einer perfekten Verkehrsanbindung, sind ausschlaggebende Faktoren für die Schulwahl. Vor diesem überaus positiven Hintergrund freut sich die "Schulgemeinde", den 50.Geburtstag als Schuljubiläum feiern zu können. (Peter Schmidt: Konrektor der Bilharzschule)
Auf dem Katzenbuckel lernen Schüler seit 50 Jahren
SIGMARINGEN - Die Bilharzschule wird in diesem Jahr 50 Jahre alt und dieser runde Geburtstag wird mit einem Festakt am Freitag, 18. Juli, und mit einem Schulfest am Samstag, 19. Juli, groß gefeiert. In der SZ startet mit einem Blick auf die bewegte Geschichte eine Serie über das Geburtstagskind.
Generationen von Schülern haben im Laufe der vergangenen 50 Jahre den morgendlichen Weg zum Katzenbuckel hinter der Buchhalde eingeschlagen und viele Eltern bringen ihre Kinder nun dorthin zur Schule, wo sie selbst die Schulbank gedrückt haben, ein schöner Anlass in alten Chroniken und Festschriften zu schmökern und einzutauchen in die Geschichte der Sigmaringer Volksschule.
Bevor zu Beginn des Schuljahres am 15. April 1958 die neue Volksschule für die Schüler und Lehrer bezugsfertig war, gingen die großen und kleinen Pennäler in der Antonstraße zur Schule. Das heute als "Alte Schule" bekannte Gebäude diente von 1879 bis zum Umzug auf den Katzenbuckel als Volksschule und beherbergte in den Jahren 1962 bis 1975 die Realschule. Dieses Schulhaus war bis 1911 jedoch ausschließlich von der katholischen Volksschule belegt, während die evangelische Volksschule im evangelischen Gemeindehaus in der Karlstraße untergebracht war. 1933 jedoch wurden beide Bekenntnisschulen aufgelöst und die "Deutsche Schule" gegründet, die aber nach Kriegsende aufhörte zu existieren. Erst im Oktober 1945 konnte die Gemeinschaftsschule zusammen mit anderen Schulen des Kreises in der Aula des Gymnasiums vom französischen Kriegsgouverneur feierlich wieder eröffnet werden.
Doch unmittelbar nach dem Kriegsende war das Unterrichten an der Schule nicht einfach, da Bücher, Lehr- und Lernmittel fehlten und nur wenige Lehrkräfte zur Verfügung standen. Drei Jahre später kam es in der Geschichte der Sigmaringer Volksschule zu einem weiteren wichtigen Einschnitt, denn bei der Schulwahl 1948 hatten die Erziehungsberechtigten das Recht, die Art der Schule zu bestimmen. So spaltete sich dann die Schule auf in eine "Katholische Bekenntnisschule", die 446 Schüler und in eine "Christliche Gemeinschaftsschule", die 148 Schüler besuchten.
Das Kollegium der Sigmaringer Volksschule 1958 vor dem Umzug in die neue Schule von links: Vordere Reihe : Vikar Behr , Fräulein Grissmann, Frau Leitermann, Fräulein Bayer, Mittlere Reihe Herr Hoch, Herr Braun, Fräulein Buck, Frau Hollenbach, Frau Zekorn, Herr Oelker, Herrr Dörfer (sitzend) Herr Wurster, Herr Wiedemann, Fräulein Steidle.
60 Schüler pro Klasse
In den 50er Jahren konnte der Schulbetrieb wieder ohne Probleme geführt werden, auch wenn die Schülerzahlen pro Klasse aus heutiger Sicht als unvorstellbar galten. Es war keine Seltenheit, dass es Klassen mit über 60 Schülern gab und im Laufe der Zeit stellte sich somit ein Platzproblem ein, so dass Schulklassen in das ehemalige Jugendheim hinter der Stadthalle bis zum endgültigen Umzug in die neue Schule ausweichen mussten.
Bei einer Schulbesichtigung am 29. Mai 1953 kam der Medizinalrat Dr. Jüttner zu folgendem Schluss: "Insgesamt kann gesagt werden, dass die Volksschule Sigmaringen mit einer Belegungsstärke von rund 550 bis 580 Kindern lagemäßig höchst ungünstig, raummäßig völlig unzureichend, einrichtungsmäßig sehr notdürftig und hygienisch im höchsten Maße mangelhaft ist." Keine zwei Monate, am 1. Juli 1953 stand das Thema Schulneubau auf der ersten Bürgerversammlung nach dem Krieg in der Stadthalle mit auf dem Programm. Neubau ja, aber die Frage eines geeigneten Platzes zog sich ein Jahr bis 1954 hin.
Nachdem eine zentrumsnahe Lösung mit dem angedachten Schneckengarten von den zuständigen Bausachverständigen abgelehnt wurde, entschloss sich der Stadtrat am 26. Juli 1954 für den Katzenbuckel, wo nun heute, 50 Jahre später, 30 Lehrkräfte die rund 290 Schüler unterrichten. Den Ganztagesbetrieb unterstützen derzeit zusätzlich 18 Personen wie zum Beispiel Schulsozialarbeiter. Für das nächste Schuljahr rechnet man mit einem Anstieg der Schülerzahl, vor allem in der Hauptschule, da die Sigmaringendorfer Hauptschüler sich der Bilharzschule anschließen werden. (Peter Schmidt: Konrektor der Bilharzschule)
Die neue Volksschule platzt schon seit dem Jahr 1961 aus allen Nähten
Abbildung: Bilharzschule 1961 -
SIGMARINGEN (uka) Die Freude vor 50 Jahren ist groß gewesen, als Schüler und Lehrer die neue Volksschule auf dem Katzenbuckel beziehen konnten. Doch das Hohenzollernstädtchen wuchs und wuchs und schon wenige Jahre später reichten die Klassenzimmer nicht mehr aus. Die Lösung: Ein neuer Schulkomplex musste her.
Bei der modernen Gestaltung der Sigmaringer Volksschule hatte der Architekt Walter Salver aus Stuttgart wirklich an alles gedacht: 18 Klassenzimmer, zwei Handarbeitsräume, ein Werkraum, eine Schulbücherei, eine Lehrküche, ein Konferenz-, zwei Schulleiter-, ein Arzt- und zwei Lehrerzimmer, ein Lehrmittelzimmer, ein Physikraum mit Nebenraum, eine Aula samt Bühne und Nebenraum, eine Turnhalle mit zwei Umkleideräumen, Brauseraum, zwei Geräteräume, ein Brauseraum mit Lehrschwimmbecken und Umkleideräumen, die nötige Zahl an Toiletten für Schüler und Lehrer und eine Hausmeisterwohnung.
Doch dass die Stadt derart rasant wachsen würde und somit auch die Schülerzahlen, daran hatten weder der Architekt noch die Stadtväter im Traum gedacht. Von Schuljahr zu Schuljahr waren es mehr Schüler und bereits 1961 war vorauszusehen, dass sich die Situation weiterhin verschärfen würde. Der Stadtrat überlegte nicht lange, höchstens in Bezug auf die Gretchenfrage "Anbau oder Neubau", und entschied bereits 1962, dass ein weiterer Schulkomplex mit zehn Klassenzimmern, Lehrschwimmbecken und einer Turnhalle gebaut werden muss. Standort: In der Nähe der neu erbauten Berufs- und Landwirtschaftsschule zwischen Haus Nazareth und Mühlberg. Der erste Spatenstich erfolgte 1964 und nach den Sommerferien 1966 gingen die ersten "Schülerschnitz" in die Geschwister-Scholl-Schule.
Der eigentliche Geburtstag der Bilharzschule ist im Grunde der 1. August 1967, denn seit diesem Tag ist die Bilharzschule als Grund- und Hauptschule anzusehen, nachdem der Baden-Württembergische Landtag das "Gesetz zur Vereinheitlichung des Schulwesens" Anfang 1967 verabschiedete. In der Bilharzschule war somit eine Grundschule und eine Hauptschule untergebracht, während die Geschwister-Scholl-Schule bis heute eine reine Grundschule ist.
Seit 2006 Ganztagesschule
Mit der Einführung des "freiwilligen 10. Schuljahres" an der Bilharzschule im Jahre 1994, konnten die Schüler den mittleren Bildungsabschluss erreichen. Mit der Einweihung des Erweiterungstrakts 2006, präsentiert sich die Grund- und Hauptschule nun als Ganztagesschule mit einem klaren Schulprofil.
Brüderpaar gibt Schule den Namen
SIGMARINGEN - Das Geburtstagskind Bilharzschule hat seinen großen Auftritt am Freitag, wenn beim Festakt die geladenen Gäste dem Jubiliar gratulieren werden. Doch auch im Kleinen wird eifrig gefeiert, wie mit dem Schulfest am Samstag und einer Projektwoche, die sich mit dem Leben des Theodor Bilharz" beschäftigte.
Abbildung: Dr. Alfons Bilharz -
"Am Abend versammelte sich die Familie am runden Tisch im Wohnzimmer. Plötzlich stockt die Plauderei - Theodor hält ein Blättchen empor. Es ist eine Karikatur seines Bruders Alfons. Alles lacht und er muss seine übrigen künstlerischen Produkte hervorholen. Am liebsten malt er Tiere im menschlichen Gewand und mit menschlichen Allüren: mit Entenschnäbeln, Meerkatzengesichtern, Papageienköpfen, die sich gegenseitig hofieren.....", so heißt es in dem Buch "Im Kampf gegen die 11. Plage. Das Leben des Theodor Bilharz", von Gertrud Knabe. In einer Projektwoche der Bilharzschule erhielten Schüler der dritten Klasse von Daniela Krezdorn diese Karikaturen, die anschließend an die Wand projiziert, übertragen und von den Schülern nach eigenen Ideen mit Tusche, Aquarellbuntstiften und Öl-Pastellkreiden kreativ ausgestaltet wurden.
Zunächst aber lernten die neugierigen Schüler mehr über das Wirken des berühmten Stadtsohns: Sein Leben in Sigmaringen, seine Ausbildung, seine Entdeckung, die auf der ganzen Welt unter dem Namen Bilharziose bekannt ist, seine minutiöse Zeichenweise bei den Darstellungen seiner medizinischen, mikroskopischen Entdeckungen und sein Talent bei den Karikaturen. Bei einem Spaziergang durch die Stadt und zum Lebensumfeld des Arztes inklusive eines Besuchs des Bilharzgrabes gab es für die Schüler noch einiges zu entdecken.
Zwei Doktoren: Theodor und Alfons
Bilharzstraße, Bilharzapotheke - in Sigmaringen sind Alfons und sein älterer Bruder Maximilian Theodor Bilharz natürlich bekannt, und so lag es nahe, dass man die neue Volksschule 1958 nach dem berühmten Brüderpaar benannte. Der 1825 geborene Maximilian Theodor studierte Medizin und nahm bereits früh seine Forschungstätigkeit auf. Im Jahr 1850 kam für den Mediziner eine wichtige Wende. Er folgte seinem Tübinger Lehrer Wilhelm Griesinger als Assistent ins ferne Ägypten. Dort forschte er unermüdlich weiter, hielt Vorlesungen an der Medizinschule und arbeitete am Hospital Kasr-el-Ain.
Bei seinen Forschungen entdeckte er den Erreger der Blutharnruhr, die nach ihm "Bilharziose" genannt wurde. Im März 1862 begleitete der Mediziner den Herzog Ernst von Coburg-Gotha samt seiner Reisegesellschaft. Auf dieser Reise betreute er medizinisch eine an Typhus erkrankte Frau und steckte sich wahrscheinlich bei ihr mit der tödlichen Krankheit an. Kurze Zeit später, am 9. Mai 1862, starb der junge Mediziner und Forscher mit nur 37 Jahren in Kairo, wo sich auch sein Grab befindet.
Ebenfalls zur Medizin hingezogen fühlte sich Alfons Bilharz, der 1836 in Sigmaringen geboren wurde und wie sein älterer Bruder das Gymnasium Hedingen besuchte. Neben der Medizin interessierte er sich vor allem für die Philosophie und unternahm viele Reisen, wie zum Beispiel zu seinem Bruder Theodor nach Kairo und hielt sich 13 Jahre in St. Louis in Nordamerika auf. Nach seiner Rückkehr nach Sigmaringen veröffentlichte er einige viel beachtete Schriften wie "Der heliozentrische Standpunkt der Weltbetrachtung" und "Erläuterungen zu Kants Kritik der reinen Vernunft".
Ab 1882 übernahm Alfons Bilharz für über 25 Jahre die Leitung des Fürst-Carl-Landesspitals in Sigmaringen und setzte sich mit all seiner Kraft für das Wohl seiner Patienten ein. Im Alter von 88 Jahren starb der angesehene Arzt und Philosoph in seiner Heimatstadt. Ein kleines und schlichtes Täfelchen erinnert heute am Geburtshaus in der Antonstraße, der heutigen Bilharzapotheke, an die zwei Brüder. Was manch ein Sigmaringer vielleicht nicht weiß, ihre Schwester Dora Bilharz, die 1884 geboren und 1960 gestorben ist, verfasste und veröffentlichte ein Buch "Ällerhand zom Schlotza. Schwäbische Mundartgedichte". Auch der 1829 geborene Bruder Edwin dichtete und es heißt, er war ein passionierter Fotograf. Selbst auf dem Mond hat der Name Bilharz Einzug gehalten - ein Mondkrater wurde nach Bilharz genannt. Beim nächsten Besuch in der Bilharzapotheke oder dem Blick zum Mond, könnte man ruhig ein Minütchen an Theodor und Alfons denken.
Brüderpaar gibt Schule den Namen
SIGMARINGEN - Das Geburtstagskind Bilharzschule hat seinen großen Auftritt am Freitag, wenn beim Festakt die geladenen Gäste dem Jubiliar gratulieren werden. Doch auch im Kleinen wird eifrig gefeiert, wie mit dem Schulfest am Samstag und einer Projektwoche, die sich mit dem Leben des Theodor Bilharz" beschäftigte.
"Am Abend versammelte sich die Familie am runden Tisch im Wohnzimmer. Plötzlich stockt die Plauderei - Theodor hält ein Blättchen empor. Es ist eine Karikatur seines Bruders Alfons. Alles lacht und er muss seine übrigen künstlerischen Produkte hervorholen. Am liebsten malt er Tiere im menschlichen Gewand und mit menschlichen Allüren: mit Entenschnäbeln, Meerkatzengesichtern, Papageienköpfen, die sich gegenseitig hofieren.....", so heißt es in dem Buch "Im Kampf gegen die 11. Plage. Das Leben des Theodor Bilharz", von Gertrud Knabe. In einer Projektwoche der Bilharzschule erhielten Schüler der dritten Klasse von Daniela Krezdorn diese Karikaturen, die anschließend an die Wand projiziert, übertragen und von den Schülern nach eigenen Ideen mit Tusche, Aquarellbuntstiften und Öl-Pastellkreiden kreativ ausgestaltet wurden.
Zunächst aber lernten die neugierigen Schüler mehr über das Wirken des berühmten Stadtsohns: Sein Leben in Sigmaringen, seine Ausbildung, seine Entdeckung, die auf der ganzen Welt unter dem Namen Bilharziose bekannt ist, seine minutiöse Zeichenweise bei den Darstellungen seiner medizinischen, mikroskopischen Entdeckungen und sein Talent bei den Karikaturen. Bei einem Spaziergang durch die Stadt und zum Lebensumfeld des Arztes inklusive eines Besuchs des Bilharzgrabes gab es für die Schüler noch einiges zu entdecken.
Zwei Doktoren: Theodor und Alfons
Bilharzstraße, Bilharzapotheke - in Sigmaringen sind Alfons und sein älterer Bruder Maximilian Theodor Bilharz natürlich bekannt, und so lag es nahe, dass man die neue Volksschule 1958 nach dem berühmten Brüderpaar benannte. Der 1825 geborene Maximilian Theodor studierte Medizin und nahm bereits früh seine Forschungstätigkeit auf. Im Jahr 1850 kam für den Mediziner eine wichtige Wende. Er folgte seinem Tübinger Lehrer Wilhelm Griesinger als Assistent ins ferne Ägypten. Dort forschte er unermüdlich weiter, hielt Vorlesungen an der Medizinschule und arbeitete am Hospital Kasr-el-Ain.
Bei seinen Forschungen entdeckte er den Erreger der Blutharnruhr, die nach ihm "Bilharziose" genannt wurde. Im März 1862 begleitete der Mediziner den Herzog Ernst von Coburg-Gotha samt seiner Reisegesellschaft. Auf dieser Reise betreute er medizinisch eine an Typhus erkrankte Frau und steckte sich wahrscheinlich bei ihr mit der tödlichen Krankheit an. Kurze Zeit später, am 9. Mai 1862, starb der junge Mediziner und Forscher mit nur 37 Jahren in Kairo, wo sich auch sein Grab befindet.
Ebenfalls zur Medizin hingezogen fühlte sich Alfons Bilharz, der 1836 in Sigmaringen geboren wurde und wie sein älterer Bruder das Gymnasium Hedingen besuchte. Neben der Medizin interessierte er sich vor allem für die Philosophie und unternahm viele Reisen, wie zum Beispiel zu seinem Bruder Theodor nach Kairo und hielt sich 13 Jahre in St. Louis in Nordamerika auf. Nach seiner Rückkehr nach Sigmaringen veröffentlichte er einige viel beachtete Schriften wie "Der heliozentrische Standpunkt der Weltbetrachtung" und "Erläuterungen zu Kants Kritik der reinen Vernunft".
Ab 1882 übernahm Alfons Bilharz für über 25 Jahre die Leitung des Fürst-Carl-Landesspitals in Sigmaringen und setzte sich mit all seiner Kraft für das Wohl seiner Patienten ein. Im Alter von 88 Jahren starb der angesehene Arzt und Philosoph in seiner Heimatstadt. Ein kleines und schlichtes Täfelchen erinnert heute am Geburtshaus in der Antonstraße, der heutigen Bilharzapotheke, an die zwei Brüder. Was manch ein Sigmaringer vielleicht nicht weiß, ihre Schwester Dora Bilharz, die 1884 geboren und 1960 gestorben ist, verfasste und veröffentlichte ein Buch "Ällerhand zom Schlotza. Schwäbische Mundartgedichte". Auch der 1829 geborene Bruder Edwin dichtete und es heißt, er war ein passionierter Fotograf. Selbst auf dem Mond hat der Name Bilharz Einzug gehalten - ein Mondkrater wurde nach Bilharz genannt. Beim nächsten Besuch in der Bilharzapotheke oder dem Blick zum Mond, könnte man ruhig ein Minütchen an Theodor und Alfons denken.
Bilharzschule feiert mit vielen Gästen
Das Geburtstagskind hat vor Aufregung die vergangenen Tage nicht mehr schlafen können, denn zum einen stand der offizielle Festakt am Freitagabend auf dem Programm und zum anderen kündigte sich wichtiger Besuch an: Urenkel von Mitnamensgeber Alfons Bilharz besuchten den Jubilar am Freitagvormittag.
SIGMARINGEN In der und um die Bilharzschule hatten die Schüler noch allerhand zu tun, damit beim Festakt und dem Schulfest am heutigen Samstag alles glatt läuft. Und während die Proben und Vorbereitungen auf Hochtouren liefen, konnte Schulleiter Ludwig Kotthoff im Musikraum seiner Schule zwei ganz besondere Gäste willkommen heißen: Die Urenkel von Alfons Bilharz ließen es sich nicht nehmen, zum 50. Jubiläum der Schule nach Sigmaringen zu kommen um dem Geburtstagskind persönlich zu gratulieren.
Barbara Student-Bilharz und ihr Bruder Hans-Lothar Student kamen natürlich mit einem Geburtstagsgeschenk angereist, das sie dem Schulleiter überreichten. Doch bevor es ans Geschenkeauspacken ging, erfreute der Chor der Schule die Geschwister mit dem Lied "Die güldene Sonne", das schon 1958 die Festgäste anlässlich der Einweihung der neuen Volksschule auf dem Katzenbuckel in feierliche Stimmung versetzte.
Während die 70-jährige Urenkelin aus Oberhausen bei Bad Bergzabern in der Pfalz angereist war, hatte ihr 66-jähriger Bruder doch einen längeren Reiseweg zurücklegen müssen. Seit 40 Jahren lebt er in Minnesota in den USA und als Geschenk übergab er dem Schulleiter Kotthoff zwei schöne Kopien der Porträts seiner Urahnen Alfons Bilharz, vom Maler Bregenzer um 1905 und Theodor Maximilian Bilharz, um 1858 vom Maler Schön gemalt. Die Originale hängen natürlich weiterhin im heimischen Wohnzimmer in Minnesota.
Stimmungsvoller Festakt
Am Freitagabend wurde es dann ernst für das Geburtstagskind, als die geladenen Gäste aus nah und fern mit Geschenken und vielen Grußworten den Jubilar hochleben ließen. Zur Einstimmung gab es für die Gäste, eben das Lied "Die güldene Sonne", das am Vormittag bereits das Geschwisterpaar Bilharz begeisterte.
Schulleiter Kotthoff freute sich besonders über die Entwicklung der Schule in den vergangenen 50 Jahren und dankte Bürgermeister Dr. Daniel Rapp, dass er die Schule stets in wichtigen belangen unterstützt hat. "Dass sie heute hier mit uns diesen Festakt feiern, zeigt, dass sie dieser Schule sehr verbunden sind und Veränderungen immer mitgetragen haben. Zusammen wollen wir die Bilharzschule als Vorzeigeschule erhalten", sagte Kotthoff.
Sigmaringens Bürgermeister Rapp brachte nicht nur einen Scheck über 500 Euro für die Schule mit, sondern betonte: "Sigmaringen ist stolz auf ihre Bilharzschule, denn sie ist nicht nur eine Bildungseinrichtung, sondern auch ein Ort des Lebens, wo sich Lehrer und Schüler wohlfühlen können. Mögen sich die Schüler auch weiterhin hier wohlfühlen. Vor 50 Jahren zog die neue Volksschule hier hoch auf die Buchhalde und heute, 2008, sehen wir eine moderne und sehr gut ausgestattete Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Ich gratuliere nicht nur der Schule, sondern auch den Menschen, die hier arbeiten."
Schulrat Dieter Giehmann übermittelte der Bilharzschule nicht nur die besten Glückwünsche zum runden Geburtstag, sondern sagte: " Das Lehrerkollegium hat sich in all den Jahren nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Im Gegenteil, es stellte sich jeder Aufgabe, auch vielleicht in schwierigeren Jahren, immer aufs Neue." Nach einem Tanzsacktanz der Klasse 4 zur Musik von Carmen und weiteren Programmpunkten durfte das Geburtstagskind noch Grußworte, zum Beispiel der Elternbeiratsvorsitzenden Silke Mayer, Sabine Bimek, Leiterin der Luise-Leininger-Schule und Schulkdekanin Heidi Schleyer entgegen nehmen.
Schüler, Lehrer und Eltern feiern Jubiläumsfest
SIGMARINGEN - Mit einem bunten Fest hat die Bilharzschule ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Organisiert vom Schulelternbeirat unter Führung von Silke Mayer, präsentierten die Kinder Musik- und Tanzvorführungen, gaben Einblicke in die Geschichte der Schule und zeigten Mal- und Bastelarbeiten, unter anderem über die Bilharz-Brüder.
Beim Festakt am Freitagabend hatten Schulleiter Ludwig Kotthoff und weitere Festredner bereits die Einrichtung der Ganztagsbetreuung gewürdigt (siehe SZ vom Samstag). Schulrat Dieter Giehmann wies darauf hin, dass die Bilharzschule eine vorbildliche Arbeit leiste. Mit der Einführung des Ganztagsbetriebs habe die Schule Neuland betreten. Viele Fehler, die angesichts fehlender Erfahrungen gemacht worden seien, würden bei anderen Schulen nun nicht mehr gemacht.
Kotthoff äußerte die Hoffnung, dass die Bilharzschule durch die Änderung des Schulbezirks und die Aufnahme der Binger und Sig'dorfer Hauptschüler ihre Zweizügigkeit erhalten könne. Derzeit unterrichtet die Schule 289 Kinder, vor zehn Jahren waren es noch 474. Kotthoff peilt 360 Schüler für nächstes Schuljahr an.
Am Samstag feierten Schüler, Eltern, Lehrer, Omas und Opas sowie viele ehemalige Pennäler zusammen ihr Schulfest unter dem Motto "Spuren". Die Urenkel von Alfons Bilharz, Barbara Student-Bilharz und ihr Bruder Hans-Lothar Student, zeigten sich von den vielen Vorstellungen der Schüler begeistert.Die Grundschüler der Klasse zwei eröffneten den Reigen mit alten Spielliedern wie "Brüderchen, komm tanz mit mir" und "Machet auf das Tor", die man vor 50 Jahren auf dem Weg zur Schule trällerte. Die Viertklässler zeigten derweil wie sich die Schüler damals auf dem Pausenhof die Zeit bis zur nächsten Schulstunde vertrieben. Gummihüpfen und auf Stelzen laufen waren anno 1958 beliebte Spiele. Dass Tanzen jede Menge Spaß macht, sah man den Schülern der 1. Klasse an, die zum Pipi Langstrumpf-Lied über die Bühne wirbelten und dabei wie die echte Pipi verkleidet waren inklusive Zöpfchen und verschiedenfarbigen Strümpfen. Vor 1958 befand sich die Volksschule mitten in der Stadt. Mit dem Umzug auf den Katzenbuckel wurde der Schulweg etwas länger. Wie das früher und heute aussah, führten die Drittklässler den Gästen vor. Musikalisch unterhielten die Boomwhackerkids das Publikum, bevor es für die Gewinner des Vorlesewettbewerbs des Fördervereins kleine Geschenke gab. Viel Lob gab es für die Malarbeiten zum Thema Bilharz, die Daniela Krezdorn zusammen mit Schülern erarbeitet hatte.Spiel, Spaß und Freude
Mittags zog es viele kleine und große Gäste vor allem zum Basteln. Man konnte Mandalas malen, Schmuck herstellen oder sich schminken lassen. Akrobatische Einlagen gab es bei der Turnhalle zu bestaunen, wo die Schüler der 4. Klassen Kunststücke auf ihren Einrädern vollführten. Eindrucksvoll waren die mitreißende Bühnenshow der Cheerleader sowie die Modenschau der Klasse sieben, die den Besuchern zeigte, wie die neuen Modetrends aussehen.
In Erinnerungen schwelgten Besucher in der Aula. Dort waren die zwei Kopien der Porträts der Bilharz-Brüder zu bestaunen, die die Urenkel der Schule geschenkt hatten. Ein Film über die Bilharzschule und ein Dokumentationsfilm über Theodor Bilharz lieferten viele Informationen.
Bilharzschule wächst
Die Hauptschüler aus Sigmaringendorf und die Hauptschüler aus Bingen besuchen ab dem Schuljahr 2008/09 die Bilharzschule Sigmaringen. Diese Maßnahme wurde notwendig, da nach den Vorgaben des Landes mindestens 17 Schüler je Klassenstufe bzw. 85 Schüler in den Klassenstufen 5 - 9 zur Sicherstellung des Schulangebotes dauerhaft vorhanden sein müssen. Ist dies nicht der Fall, wird für das neue Hauptschulkonzept des Kultusministers mit je einem Praxiszug und einem Werkrealschulzug eine Zusammenlegung benachbarter Schulen verlangt.
Die Schülerzahl liegt im Schuljahr 2008/09 in Sigmaringendorf mit 73 Hauptschülern unter dieser Grenze.
Für die Bilharzschule ist dieser Schülerzugang sehr erfreulich, da somit die Zweizügigkeit in der Hauptschule wieder hergestellt ist. Für den Standort Bilharzschule ist das eine Stärkung und führt zu einer zukünftigen Stabilisierung.